Haben Sie schon mal Eis gegrillt?

Früher hieß es: Sommerzeit ist Grillzeit. Die Zeiten, in denen dieser Spruch zugetroffen hat, sind allerdings lange Geschichte. Auch das gepflegte Wintergrillen ist inzwischen zum Hobby vieler Grillfreunde geworden.

Warum sollte man sich auch von etwas so unzuverlässigem und Unbeständigem wie dem deutschen Wetter vorschreiben lassen, ob man grillen darf oder nicht? Gleiches gilt bei der Frage, was auf den Grill darf. Eis auf einem heißen Grill? Das kann doch gar nicht gehen, denken Sie? Es geht doch! Man muss nur wissen, wie. Denn hier liegt das Geheimnis klar in der Zubereitung.

Ein zugegebenermaßen leckeres und leicht extravagantes Geheimnis. Aber seien wir doch einmal ehrlich: Gibt es etwas Schöneres, als mit Freunden nach einem gemütlichen Grillabend ein Dessert zu genießen, dass noch nie einer Ihrer Freunde in der Art gegessen hat? Damit das auch Ihnen bei Ihrem nächsten Grillabend gelingt, zeigen wir Ihnen hier, wie das mit dem Eis vom Grill funktioniert.

Das Geheimnis bei gegrilltem Eis – die Hülle

Es liegt in der Natur von Eis, das es bei hohen Temperaturen schmilzt. In einem Grill erreichen Sie schnell Temperaturen von 200 Grad und mehr. Da ist es nur logisch, dass klassisches Speiseeis innerhalb kürzester Zeit wegschmelzen würde. Das wäre tatsächlich auch so, wenn Sie nicht von vornherein dafür sorgen würden, dass das Eis auf dem Grill geschützt wird.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie sicherstellen können, dass Ihr Eis auf dem Grill nicht in Windeseile schmilzt. Der wichtigste Faktor ist, dass Sie eine möglichst dicke Schutzschicht um Ihr Eis legen müssen. Diese Schicht kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Zur Auswahl stehen hier beispielsweise:

- Ein Eischnee-Mantel

- Eine dicke Ei-Kokos-Panade

- Ein kräftiger Teigmantel

Video: Gegrilltes Eis in der Orangenschale

Kleiner Tipp – so bleibt das Eis auch beim Grillen wirklich kalt

Sie haben sich für eine Eissorte entschieden und wollen diese in Ihrem Eisgericht vom Grill verarbeiten? Dann ist es wichtig, das Eis entsprechend vorzubereiten. Damit das Eis auch wirklich kalt bleibt und die Hitze auf dem Grill dem Eis im Inneren Ihrer Süßspeise nicht zu viel anhaben kann, muss das Eis kräftig durchgefroren sein.
Dazu entnehmen Sie die Eisverpackung etwas zwei Stunden vor dem Grillen aus dem Eisfach und formen bereits jetzt die Eiskugel. Anschließend frieren Sie die Eiskugeln einzelne für sich wieder ein. Dadurch werden diese besonders fest, was zu einer längeren Zeit für das Schmelzen im Inneren des Grills führt.

Drei Beispiele wie das Eis von Grill perfekt funktioniert

Wie erwähnt gibt es mehrere Möglichkeiten, einen besonders leckeren Schutzmantel um Ihre Eiskugel zu legen. Wir haben hier einmal zwei Rezepte für das perfekte Eis vom Grill vorbereitet. Ihre Freunde werden Augen machen, wenn Sie beim nächsten Grillabend eine dieser Nachspeisen servieren.

1) Baiser-Mantel mit eisiger Füllung

Für dieses Rezept benötigen Sie die folgenden Zutaten:

- Ein Eis Ihrer Wahl

- 6 – 8 Eier

- Puderzucker

- Backpapier

Als erstes trennen Sie die Eier, da Sie hier nur das Eiweiß benötigen. Das Eiweiß wird danach mit einem Rührbesen und etwas Puderzucker zu Eischnee geschlagen. Fertig ist der Eischnee, wenn Sie die Rührschüssel drehen können, ohne dass der Eischnee herausfällt. Für jede gegrillte Eiskugel brauchen Sie den Eischnee von 1 – 2 Eier.

Die Eiskugeln müssen zur Gänze mit dem Baiser-Mantel umhüllt werden, damit hier auf dem Grill nichts heraustropfen kann. Wenn Sie nur drei oder vier Eiskugeln grillen möchten, entnehmen Sie die Eiskugeln erst aus dem Eisfach, wenn der Eischnee vorbereitet ist. Dann umhüllen Sie die Kugeln schnell mit dem Eischnee und legen das Ganze direkt auf den Grill. Sollen es mehrere Kugeln werden, ist es sinnvoll, nach dem Umhüllen der Kugeln das Eis mit Mantel erst noch einmal einzufrieren, damit das Eis nicht schon vor dem Grillen anfängt zu schmelzen.

Da der Baiser-Mantel eine recht klebrige Sache ist, sollten Sie die Kugeln nicht direkt auf den Grillrost legen, sondern Backpapier unterlegen. Wichtig ist, die Kugeln in einem Kugelgrill oder einem Keramikgrill zuzubereiten, in dem Sie indirekt grillen können. Die Kugeln dürfen nicht direkt über die Glut liegen, sondern werden auf die Seite gelegt, auf der keine Glut ist. Die Temperatur im Inneren des Grills sollte bei rund 200 Graff liegen. Bei geschlossenem Deckel lassen Sie das Ganze nun grillen, bis der Baiser-Mantel leicht braun ist. Dann können Sie die gegrillten Eiskugeln entnehmen und genießen.

2) Eisgenuss in Kokos-Panade

Für dieses Rezept benötigen Sie:

- Ein Eis Ihrer Wahl

- 6 – 8 Eier

- Kokosraspeln

- Puder- oder Kristallzucker

Auch hier werden die Eier zuerst getrennt, denn wir benötigen nur das Eiweiß oder Eiklar. In dieses tauchen Sie die Eiskugeln nun großzügig ein und frieren sie danach noch einmal ein. Das gefrorene Eiklar bietet in der Folge den Schutzmantel für das Eis. Je dicker dieser ist, desto besser funktioniert das Grillen. Sind die Kugeln komplett durchgefroren, werden sie erneut mit Eiklar bestrichen und danach in einer Panade aus Kokosnussraspeln und Zucker gewendet, bis sie rundherum paniert sind.
Auch hier ist das indirekte Grillen im Kugelgrill wichtig. Eine hitzebeständige Grillfolie eignet sich hervorragend als Unterlage unter die Kokos-Eis-Kugeln.

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